Kaffee-Recycling – Ein zweites Leben für Kaffeesatz
Viele von uns würden den Morgen ohne eine frischgebrühte, heiße Tasse Kaffee am Esstisch von FASHION FOR HOME nicht überstehen. Die anregende Wirkung des Koffeins bringt den Stoffwechsel in Schwung und kann in dosierter Anwendung auch vor Krankheiten, wie Diabetes, Herzkranzgefäßen, Schlaganfällen und Alzheimer schützen. Die meisten Menschen schmeißen den Kaffeesatz, samt Filter auf den Müll oder den Kompost, jedoch kann Kaffeesatz in einer Vielzahl von Anwendungen erneut zum Einsatz kommen.
Die Schönheitsindustrie hat die entwässernden Wirkungsstoffe der braunen Bohne für sich entdecken können und flutet den Markt mit koffeinhaltigen Cremes zur Bekämpfung von Falten, Augenringen und lästiger Cellulite.
Kaffeesatz ist ein geeignetes Mittel, um abgestorbene Hautschüppchen effektiv zu entfernen. Mit Zucker und Olivenöl vermischt erhält man eine reichhaltige Peeling-Paste. Eiweiß mit Kaffeesatz vermischt ergibt ein Gesichtspeeling, das freie Radikale daran hindert die Haut zu schädigen und zu einem Aufhellen und einer regelmäßigen Pigmentierung der Haut beiträgt.
Nach der Hantierung mit Knoblauch und Zwiebeln in der Küche können die Hände schnell den Geruch annehmen. Durch das Verreiben von Kaffeesatz zwischen den Händen werden durch das starke Kaffeearoma Gerüche gebunden und neutralisiert.
Diesen Umstand hat sich auch die taiwanesische Firma Sintex Industrial Co. zunutze gemacht und produziert eine Faser, die sogenannte S.Café, aus Kaffeesatz. Neben dem Vorteil der Geruchsneutralisierung, weist die aus Kaffee gewonnene Faser eine Schutzfunktion vor UV-Strahlung auf und trocknet sehr schnell. Daher werden die aus Kaffeefasern produzierten Textilien besonders bei der Herstellung von Sportbekleidung eingesetzt. Der für die Faserproduktion verwendete Kaffee, wird von Coffee Shop abgeholt und weiterverarbeitet.
Damit sind die Textilienproduzenten jedoch nicht die einzigen, die Interesse an dem Kaffeesatz großer Firmen hegen. Im Zuge der Blue Economy gibt es ein Projekt, das Kleinunternehmen zeigt, wie man Edelpilze auf Kaffeesatz erfolgreich züchtet. Daher ist Kaffee nicht nur als Getränk heißbegehrt, sondern auch sein Abfallprodukt.