Kaffee-Lexikon

Espresso

Dunkel geröstete Kaffeebohnen werden sehr fein gemahlen. Das heiße Wasser wird mit hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Dadurch entsteht ein starker Kaffee mit einer Schaumschicht oben drauf. Espresso-Tassen sind kleiner als normale Kaffee-Tassen.

 

Diese Art der Zubereitung wurde bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Mailand erfunden.

 

Cappuccino

Das ist ein Espresso, zu dem geschäumte Milch gegeben wird.

Latte macchiato

Ein Drei-Schichten-Kaffee. Er besteht aus heißer Milch und Milchschaum. Ein Espresso wird vorsichtig durch den Milchschaum eingegossen und bildet die mittlere Schicht, da er sich mit der heißen Milch unten nicht sofort vermischt.

Kaffee Latte

Kaffee oder Espresso wird mit heißer Milch aufgefüllt und ohne Milchschaum serviert.

Marocchino

Das ist eine Kaffee-Variante mit Schokolade, welche geschmolzen und im Glas verteilt wird. Der Espresso wird eingegossen, oben drauf kommt Milchschaum, der mit etwas Kakaopuder dekoriert wird.

Mokka

Anfangs stand diese Bezeichnung für eine spezielle Kaffeesorte aus dem Jemen, die durch einen hohen Säuregehalt und sehr kleine Kaffeebohnen gekennzeichnet war.

Heute versteht man darunter einen schwarzen Kaffee, der aus fein gemahlenem Kaffeepulver mit weniger Druck als Espresso gebrüht wird, und je nach Land mit unterschiedlichen Zutaten angerichtet wird.

Im arabischen Raum wird der Mokka mit verschiedenen Gewürzen wie Zimt, Nelken oder Kardamom kombiniert und ungesüßt, aber sehr heiß, serviert.

In Griechenland wird der Mokka kaum gesüßt und ungewürzt angeboten, in der Türkei dagegen immer gesüßt.

So steht der Name Mokka heute für schwarzen Kaffee in verschiedener Rezeptur. Die Besonderheit: der Mokka wird in einem langstieligen Töpfchen mehrfach aufgekocht.

Bicerin

Hier wird der Espresso mit der gleichen Menge heißer Schokolade gemischt. Den krönenden oberen Abschluß bildet Schlagsahne.

Malzkaffee – Spitzname Muckefuck

Der Malzkaffee ist kein echter Kaffee, da er nicht aus Kaffee-Bohnen gewonnen wird, sondern aus einer Mischung verschiedener Getreidesorten mit einem Anteil an Zichorie besteht. Daher enthält das Getränk kein Koffein und ist für die schonende Ernährung besonders geeignet.

Wiener Kaffeehaus-Kultur

Die Geschichte des Kaffeehauses begann einst in Wien. Im Jahre 1683 wurde die Stadt von den Türken belagert. Das Kriegsglück wendete sich jedoch und Wien konnte durch Verbündete aus der Umklammerung befreit werden. Kurze Zeit darauf wurden die ersten Kaffee-Häuser eröffnet.

Die neuen Kaffee-Kreationen fanden bei den Einwohnern viel Zustimmung, doch war der Besuch des Kaffeehauses zuerst nur Männern vorbehalten. Erst später entwickelten sich die Kaffeehäuser zu Treffpunkten für Familienausflüge.

Eine besondere Blüte erlebten die Kaffeehäuser in den ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, als sie der bevorzugten Aufenthaltsort berühmter Schriftsteller waren.

Auch in anderen europäischen Großstädten wie Prag oder Budapest entstanden Kaffeehäuser nach Wiener Vorbild.

Damals war es üblich, daß die Gäste wenig bestellten, aber trotzdem viele Stunden im Kaffeehaus verbrachten, Zeitungen lasen und diskutierten. Dort war einfach der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.

Jeder Kaffeehaus-Inhaber hatte sein eigenes Rezept der Kaffeebereitung, welches als persönliches Geheimnis gehütet wurde.

Darüber hinaus spielten oft Musiker beliebte Wiener Lieder und Melodien der damaligen Zeit.

Nach dem 2. Weltkrieg nahm die Bedeutung der Kaffeehäuser ab, viele mußten schließen und wurden durch moderne Bistros und Espresso-Bars ersetzt.

Das Interesse der Touristen bewahrte jedoch eine ganze Reihe der traditionellen Kaffeehäuser vor der Insolvenz.